Trauben der Rebsorte Cabernet Sauvignon hängen im Weinberg

Cabernet Sauvignon

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Cabernet Sauvignon – Kräftig, strukturiert und weltweit geschätzt, ist diese Rebsorte das Synonym für edle Rotweine.


Eigenschaften und Besonderheiten der Rebsorte

Cabernet Sauvignon ist eine der weltweit bekanntesten und am meisten angebauten Rotweinrebsorten. Ursprünglich aus Bordeaux stammend, hat sie sich als Synonym für langlebige, tiefgründige und charakterstarke Rotweine etabliert. Die Traube ist klein, rund und sehr dunkel, mit einer dicken, widerstandsfähigen Schale. Diese Eigenschaft macht sie besonders resistent gegenüber Krankheiten und sorgt dafür, dass die Trauben ihre Aromatik und Struktur auch in herausfordernden Klimazonen bewahren.

Das bevorzugte Klima für Cabernet Sauvignon reicht von gemäßigt bis warm. In kühleren Regionen reift sie langsamer und bringt Weine mit markanter Säure und ausgeprägtem Cassis-Aroma hervor. In warmen Gebieten entwickeln sich die Trauben zu vollmundigen, intensiven Weinen mit reifen Tanninen und konzentrierter Frucht. Cabernet Sauvignon ist bekannt für seine typischen Aromen von schwarzer Johannisbeere, Brombeere, dunkler Kirsche und Pflaume. Hinzu kommen je nach Ausbau und Herkunft Noten von grüner Paprika, Minze, Eukalyptus, Tabak, Zedernholz, Leder und Graphit.

Die Rebsorte besitzt einen hohen Säuregehalt, der den Weinen Frische und Struktur verleiht und sie besonders lagerfähig macht. Der Körper ist kräftig bis sehr vollmundig, unterstützt von einer markanten, oft jugendlich kräftigen Tanninstruktur. Gerade die Tannine sind es, die Cabernet Sauvignon berühmt gemacht haben: Sie geben den Weinen Rückgrat, Komplexität und ein enormes Reifepotenzial. Das Terroir prägt den Charakter entscheidend. Auf kiesigen und steinigen Böden, wie im Bordeaux, zeigen die Weine eine elegante Mineralität und Finesse, während sie auf lehmigen oder kalkhaltigen Böden oft noch konzentrierter und fülliger erscheinen.

Weinbereitung und Reifung

Cabernet Sauvignon wird nahezu ausschließlich trocken ausgebaut. Die Vinifikation erfolgt klassisch auf der Maische, um die Farbe, die intensiven Tannine und die komplexen Aromen vollständig zu extrahieren. Nach der Gärung reifen hochwertige Qualitäten oft viele Monate, manchmal Jahre, in kleinen Eichenfässern (Barriques), was den Weinen zusätzliche Struktur, Würze und eine gewisse Komplexität verleiht. Die Lagerung im Holz sorgt für Noten von Vanille, Zeder, Kaffee oder Rauch und harmonisiert die oft kraftvollen Tannine.

Auch als Bestandteil von Cuvées ist Cabernet Sauvignon weltberühmt, insbesondere im Bordeaux, wo er mit Merlot, Cabernet Franc oder Petit Verdot kombiniert wird. In Übersee findet man auch reinsortige Weine, die häufig etwas üppiger und fruchtbetonter ausfallen.

Das Reifepotenzial von Cabernet Sauvignon ist legendär: Spitzenweine aus Bordeaux, Kalifornien oder Australien können problemlos mehrere Jahrzehnte lagern und gewinnen dabei an Komplexität, Finesse und Tiefe. Auch günstige Varianten profitieren meist von ein bis zwei Jahren Flaschenreife.

Wichtige Weinbaugebiete

Das Herz der Cabernet Sauvignon-Produktion schlägt im Bordeaux, insbesondere in den Appellationen Médoc, Pauillac und Margaux. Hier entstehen einige der berühmtesten und langlebigsten Rotweine der Welt. In anderen Regionen, wie Kalifornien (vor allem Napa Valley), Australien (Coonawarra, Margaret River), Chile (Maipo Valley, Colchagua), Argentinien, Südafrika (Stellenbosch) und Italien (Toskana, Bolgheri) hat sich die Rebe ebenfalls einen exzellenten Ruf erarbeitet und bringt – je nach Klima und Terroir – ganz unterschiedliche Stilistiken hervor.

In Bordeaux stehen die Eleganz und Struktur im Vordergrund, während in Kalifornien und Australien oft Fruchtfülle, Dichte und ein Hauch von Exotik dominieren. In Chile zeichnen sich der Cabernet Sauvignon durch große Klarheit und Präzision aus. Das Terroir trägt wesentlich zum Charakter bei: Kieselböden sorgen für straffe, elegante Weine, während lehmige Standorte zu mehr Körper und Weichheit führen können.

Geschichte der Rebsorte

Cabernet Sauvignon entstand im 17. Jahrhundert in Frankreich durch eine natürliche Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc. Schon früh wurde sie im Bordeaux wegen ihrer Robustheit, Ertragsstabilität und ihres enormen Potenzials für langlebige, komplexe Weine geschätzt. Mit der Auswanderung französischer Winzer im 19. Jahrhundert trat Cabernet Sauvignon ihren weltweiten Siegeszug an. Heute ist sie in nahezu allen bedeutenden Weinbauländern vertreten und prägt den modernen Stil großer Rotweine wie kaum eine andere Sorte.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Cabernet Sauvignon vom Bestandteil klassischer Bordeaux-Cuvées zum internationalen Inbegriff für hochwertige, lagerfähige Rotweine. Ihre Anpassungsfähigkeit, Aromavielfalt und Langlebigkeit machen sie zur „Königin der Rotweine“ und zur Benchmark für Rotweingenuss weltweit.

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