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Eigenschaften und Besonderheiten der Rebsorte
Blaufränkisch, international auch als Lemberger oder Kékfrankos bekannt, ist eine der spannendsten Rotweinrebsorten Mitteleuropas und begeistert Weinliebhaber durch ihr ausdrucksstarkes, facettenreiches Profil. Die Traube ist mittel bis groß, kompakt und trägt dunkelblaue bis violett-schwarze, dickschalige Beeren. Diese schützen die Rebe besonders gut gegen Krankheiten und Fäulnis, was sie für den Anbau in kühleren und feuchteren Regionen prädestiniert.
Die Sorte bevorzugt ein gemäßigtes bis warmes Klima mit ausreichend Sonnenschein, um ihre volle Reife und Aromatik zu entfalten. Besonders wohl fühlt sich Blaufränkisch auf mineralischen Böden wie Kalk, Schiefer oder Löss, die dem späteren Wein eine unverwechselbare, würzig-mineralische Note verleihen. Die Weine zeigen ein markantes Aromenspektrum, das von reifen Kirschen, Brombeeren und Waldbeeren bis hin zu feinen Kräutern, Pfeffer und oft einer dezenten floralen Note reicht. Je nach Herkunft können auch Anklänge von Zwetschgen, Lakritz oder Tabak auftreten.
Ein typisches Kennzeichen von Blaufränkisch/Lemberger ist die lebhafte, erfrischende Säure, die dem Wein Frische und Struktur schenkt. Der Körper reicht von mittelkräftig bis voll, abhängig von Ertrag, Ausbau und Herkunft. Besonders charakteristisch sind die feinkörnigen, präsenten Tannine, die dem Wein Rückgrat und Reifepotenzial verleihen. Das Terroir spielt bei Blaufränkisch eine zentrale Rolle: Während kühle Lagen eher elegante, säurebetonte Weine hervorbringen, entstehen in wärmeren Regionen kraftvolle und konzentrierte Rotweine mit dichter Frucht und reifen Tanninen.
Weinbereitung und Reifung
Blaufränkisch wird überwiegend trocken ausgebaut und traditionell auf der Maische vergoren, um Farbe, Tannin und Aroma optimal zu extrahieren. Der Ausbau erfolgt meist im Edelstahltank oder – bei hochwertigen Qualitäten – im großen Holzfass oder Barrique. Besonders im Barrique entwickelt Blaufränkisch eine zusätzliche Dimension von Würze, Vanille oder rauchigen Noten, ohne seine Frische und Fruchtigkeit zu verlieren.
Die Rebsorte eignet sich hervorragend für die Herstellung langlebiger Rotweine: Spitzenweine können problemlos zehn Jahre oder länger reifen und gewinnen dabei an Komplexität, Eleganz und Tiefe.
Wichtige Weinbaugebiete
Blaufränkisch stammt ursprünglich aus der pannonischen Tiefebene und hat heute seine wichtigsten Anbaugebiete in Österreich, insbesondere im Burgenland. Berühmte Lagen finden sich im Mittelburgenland, das als „Blaufränkischland“ bezeichnet wird, sowie am Eisenberg und Leithaberg. Hier entstehen Weine mit ausgeprägter Mineralität, feiner Würze und oft salziger Note, beeinflusst durch die unterschiedlichen Bodentypen und Mikroklimata rund um den Neusiedler See.
In Deutschland ist die Sorte als Lemberger bekannt und spielt vor allem in Württemberg eine zentrale Rolle. Deutsche Lemberger sind oft etwas leichter, zeigen jedoch ebenfalls die typische Frucht, Eleganz und Würze, manchmal unterlegt von einer kühlen, fast pfeffrigen Note. In Ungarn, wo sie Kékfrankos heißt, ist sie die wichtigste rote Rebsorte und wird sowohl reinsortig als auch als Bestandteil von Cuvées, wie dem legendären „Egri Bikavér“, verwendet.
Das Terroir der jeweiligen Region prägt den Stil entscheidend: Während die Österreicher auf mineralische Tiefe und straffe Struktur setzen, präsentieren sich die deutschen Lemberger oft zugänglicher und fruchtbetonter. In Ungarn stehen häufig die Würze und das reife Tannin im Vordergrund.
Geschichte der Rebsorte
Blaufränkisch ist eine autochthone mitteleuropäische Rebsorte, deren Ursprung bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Die Sorte wurde erstmals im österreichisch-ungarischen Raum dokumentiert und verbreitete sich von dort in die angrenzenden Länder. Die Bezeichnung „Blaufränkisch“ bezieht sich auf die im Mittelalter als besonders hochwertig geltenden „fränkischen“ Sorten.
Im 19. Jahrhundert gelangte Blaufränkisch nach Württemberg, wo er als Lemberger schnell an Popularität gewann und heute zu den wichtigsten Rotweinsorten zählt.
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