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Montepulciano d'Abruzzo Vigna del Convento 2018
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Montepulciano d'Abruzzo Vigneto di Popoli 2016
42,00€0,75 lGrundpreis /Nicht verfügbarLieferbar in 2-3 WerktagenAusverkauft
Über die rebsorte
Eigenschaften und Besonderheiten
Die Rebsorte Montepulciano ist eine bedeutende und am bekannte rote Traubensorte aus Italiens. Sie zeichnet sich durch ihre mittelgroßen, dunkelblauen bis fast schwarzen Beeren aus, die eine relativ dicke Schale besitzen. Diese Eigenschaft verleiht den daraus gekelterten Weinen eine intensive Farbe und sorgt für ein gutes Gerüst an Tanninen, das insbesondere für die Lagerfähigkeit und Struktur des Weins entscheidend ist.
Montepulciano gedeiht besonders gut in mediterranen bis gemäßigten Klimazonen. Sie ist spät reifend und benötigt warme, sonnige Spätsommer, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Die Trauben sind widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und können auch in höheren Lagen angebaut werden, was sie für viele italienische Weinregionen attraktiv macht.
Im Glas präsentiert sich Montepulciano meist tief rubinrot bis violett. Das aromatische Spektrum reicht von saftigen dunklen Früchten wie Kirsche, Brombeere und Pflaume über würzige Noten von schwarzem Pfeffer, Veilchen, Schokolade und Tabak bis hin zu Nuancen von Kräutern und Erde. Die Weine zeichnen sich durch einen mittleren bis hohen Säuregehalt aus, der ihnen Frische und Lebendigkeit verleiht – ein wichtiger Faktor für die Balance der kräftigen Frucht und der Tannine.
Im Mund zeigt Montepulciano meist einen mittleren bis kräftigen Körper, die Tannine sind präsent, aber selten aggressiv: Sie geben dem Wein Struktur, bleiben aber samtig und harmonisch eingebunden. Das Terroir spielt eine entscheidende Rolle: In Küstenregionen entstehen weichere, fruchtbetonte Weine, während in bergigen Gebieten oft mineralische, komplexere Varianten mit markanterer Säure und Gerbstoffstruktur gekeltert werden.
Weinbereitung und Reifung
Montepulciano wird überwiegend trocken ausgebaut, wobei die Stilistik je nach Region und Winzer variieren kann. Von unkomplizierten Alltagsweinen bis hin zu komplexen, lagerfähigen Spitzengewächsen reicht die Palette. Während einfache Montepulciano-Weine meist im Edelstahltank vergoren und kurz gelagert werden, um Frische und Frucht zu bewahren, durchlaufen hochwertige Varianten eine längere Reifephase im Holzfass – sowohl in großen Fässern als auch in kleinen Barriques. Durch den Kontakt mit Holz entwickelt der Wein zusätzliche aromatische Tiefe, feine Röstaromen und eine harmonische Tanninstruktur.
Wichtige Weinbaugebiete
Montepulciano ist vor allem in Mittel- und Süditalien zu Hause. Die berühmteste Herkunft ist die Region Abruzzen (Abruzzo), wo der "Montepulciano d’Abruzzo" als DOC- und DOCG-Wein weltweit Anerkennung genießt. Die Böden und das Klima der Region – geprägt von einer Mischung aus Meeresbrise und Gebirgslandschaft – bringen besonders ausgewogene, fruchtbetonte und dennoch strukturierte Weine hervor. Auch die Regionen Marken (Marche) mit dem "Rosso Conero" und "Rosso Piceno" sowie Molise und Apulien sind für ihre Montepulciano-Weine bekannt. In den verschiedenen Anbaugebieten trägt das Terroir entscheidend zum Charakter des Weins bei: In den Abruzzen entstehen tendenziell kraftvolle, ausgewogene Weine, während in den Marken und Molise oft weichere, zugänglichere Varianten produziert werden.
Wichtig zu wissen: Montepulciano ist nicht zu verwechseln mit dem berühmten Vino Nobile di Montepulciano aus der Toskana. Dieser Rotwein wird überwiegend aus Sangiovese (dort als Prugnolo Gentile bezeichnet) hergestellt und hat mit der Montepulciano-Traube nichts gemein – ein häufiger Irrtum unter Weinfreunden.
Geschichte der Rebsorte
Die Herkunft der Montepulciano-Rebe ist bis heute nicht abschließend geklärt. Vermutlich stammt sie aus Mittelitalien und verbreitete sich von dort aus in südliche Regionen. Erste Erwähnungen finden sich im 18. Jahrhundert, wobei ihr Name möglicherweise auf die Stadt Montepulciano in der Toskana zurückgeht – auch wenn dort die Rebsorte heute praktisch nicht angebaut wird. Die Verbreitung der Rebe wurde durch ihre Robustheit und Anpassungsfähigkeit begünstigt, sodass sie sich im 20. Jahrhundert zur zweitwichtigsten Rotweinsorte Italiens entwickelte.
Im Laufe der Zeit haben Winzer Methoden entwickelt, um das volle Potenzial der Traube auszuschöpfen. Moderne Weinbereitungstechniken, selektive Lese und die Wahl des richtigen Ausbaus haben dazu geführt, dass Montepulciano heute sowohl als eleganter, frischer Alltagswein als auch als komplexer, international geschätzter Spitzenrotwein angeboten wird.
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