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Burgenland – Kollektionsbild

Burgenland

12 Produkte

DAC Burgenland ist Österreichs Top-Rotweinregion: Blaufränkisch, Zweigelt, St. Laurent prägen das Profil, mineralische Weißweine gewinnen an Bedeutung. 

Weine aus dem Burgenland Österreich verbinden pannonische Wärme und See-Kühle – Blaufränkisch, Furmint und Grüner Veltiner mit klarer Herkunft.


Über die Weinregion

Burgenland – Weine mit Tiefe, Wärme und Balance 

Das ÖsterreichischeBurgenland gehört zu den vielseitigsten Weinregionen des Landes. Zwischen den Ausläufern der Alpen, der ungarischen Grenze und dem Neusiedler See entstehen kraftvolle Rotweine, mineralische Weißweine und einige der bedeutendsten Süßweine Europas. Pannonische Wärme sorgt für reife Trauben, während Wind, Höhenlagen und der Einfluss des Sees Frische und aromatische Klarheit bewahren. So verbinden Weine aus dem Burgenland Fülle mit Präzision und eine lange Tradition mit einer lebendigen Gegenwart.

Rebsorten im Burgenland Österreich 

Die prägende rote Rebsorte ist Blaufränkisch. Sie bringt Weine mit dunkler Frucht, lebendiger Säure und einer charakteristischen Würze hervor. Je nach Herkunft wirkt sie saftig und kraftvoll, kühl und steinig oder fein und kalkgeprägt. Zweigelt und Sankt Laurent ergänzen das Spektrum, während Merlot und Cabernet Sauvignon vor allem in Cuvées eine Rolle spielen. 

Bei den Weißweinen ist die Vielfalt noch größer. Chardonnay, Weißburgunder und Welschriesling sind weit verbreitet, daneben finden sich Grüner Veltliner und zunehmend wieder Furmint. Gerade Furmint besitzt durch seine feste Säure und seine kräuterwürzige Art ein besonderes Potenzial – sowohl für trockene Weine als auch für edelsüße Spezialitäten. Wer ein Grüner Veltliner-Weingut im Burgenland sucht, findet vor allem am Leithaberg und rund um den Neusiedler See eigenständige, häufig kalkgeprägte Interpretationen. 

Blaufränkisch – die rote Stimme des Burgenlands 

Kaum eine andere Sorte macht die Unterschiede der burgenländischen Herkünfte so deutlich wie Blaufränkisch. Im Mittelburgenland, das häufig als Blaufränkischland bezeichnet wird, entstehen auf tiefgründigen Lehm- und Tonböden dichte, würzige Weine mit dunkler Frucht und feinem Tanningerüst. Rund um Lutzmannsburg, Deutschkreutz und Neckenmarkt fallen sie teils extrem langlebig aus. 

Zu den prägenden Erzeugern gehört Moric. Roland Velich hat mit seinen Blaufränkisch-Weinen aus Lutzmannsburg wesentlich dazu beigetragen, die Rebsorte international als große Herkunftssorte zu etablieren und hat den ersten Blaufränkisch gefüllt, der 100 Punkte erreicht hat. Seine Weine setzen weniger auf Kraft als auf Spannung, Frische und eine möglichst unverstellte Übersetzung des Bodens. 

Am Eisenberg im Süden des Burgenlands verändert sich der Charakter. Schiefer, Grünschiefer, eisenhaltiger Lehm und kargere Böden verleihen dem Blaufränkisch eine sehnige Struktur, salzige Noten und häufig einen markanten Pfefferton. Am Leithaberg dagegen prägen Kalkstein und Schiefer den Stil. Die Weine wirken dort feiner, kühler und oft kreidig in ihrer Textur. 

Weißweine zwischen Leithaberg und Neusiedler See 

Die Weißweine des Burgenlands stehen manchmal im Schatten der berühmten Rotweine, gehören aber zu den spannendsten des Landes. Am Leithaberg entstehen aus Chardonnay, Weißburgunder, Grüner Veltliner und zum Teil Furmint straffe Weine mit Zitrusfrucht, Kräutern und einer ausgeprägten mineralischen Spannung. Kalk bringt Finesse, Schiefer sorgt für Würze und Zug. 

Grüner Veltliner wie beispielsweise die des Weinguts Umathum fallen hier meist schlanker und weniger üppig aus als in der Wachau oder im Kamptal. Statt reifer Frucht stehen Pfeffer, Zitruszeste und eine klare, salzige Struktur im Vordergrund. Gerade deshalb lohnt es sich, im Burgenland nach dieser Sorte zu suchen. 

Furmint besitzt eine besondere historische Verbindung zum früher ungarisch geprägten Raum. In Rust und rund um den Neusiedler See wird die Sorte trocken, maischevergoren oder edelsüß ausgebaut. Ihre Säure bewahrt selbst bei hoher Reife Spannung und macht sie zu einer idealen Grundlage für langlebige Weine. 

Der Neusiedler See und die großen Süßweine 

Der Neusiedler See ist flach, weitläufig und klimatisch von enormer Bedeutung. Der Steppensee, Europas größter See ohne natürlichen Abfluss, speichert Wärme, mildert Temperaturunterschiede und sorgt im Herbst gemeinsam mit den zahlreichen kleinen, so genannten Lacken des Seewinkels für feuchte Morgennebel. Unter geeigneten Bedingungen fördert dies die Bildung von Botrytis cinerea, der Edelfäule.

So entstehen Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen und die berühmten Ruster Ausbruchweine. Welschriesling, Chardonnay, Weißburgunder, Muskateller und Furmint liefern dafür die Grundlage. Süßweine aus dem Burgenland verbinden konzentrierte Frucht und Süße mit einer klaren Säure, sodass sie trotz ihrer Dichte nie schwer wirken.

Rust besitzt dabei eine besondere Stellung. Der Ruster Ausbruch gehört zu den traditionsreichsten Weintypen Österreichs und war bereits in der frühen Neuzeit weit über die Region hinaus bekannt. Besonders das Weingut Kracher aus Illmitz hat in den letzten Jahrzehnten den internationalen Ruf der burgenländischen Süßweine entscheidend geprägt. Berühmt sind auch die Weine von Heidi Schröck & Söhne, genauer gesagt von Georg und Johannes. Sie sind die Meister des Ruster Ausbruchs.

Vom Neusiedler See bis zum Eisenberg 

Das Burgenland gliedert sich in mehrere eigenständige Weinbaugebiete. Die DAC Neusiedlersee ist vor allem mit Zweigelt und Süßwein verbunden. Rund um Neusiedl am See treffen warme Lagen, Schotter, Lehm und der kühlende Einfluss des Sees aufeinander. 

Leithaberg steht für kalk- und schiefergeprägte Rot- und Weißweine, Mittelburgenland für Blaufränkisch auf tiefgründigen Böden. Eisenberg bringt besonders straffe, mineralische Interpretationen hervor, während Rosalia Blaufränkisch, Zweigelt und Rosé verbindet. 

Pannonische Wärme ist der gemeinsame Nenner, doch Böden, Höhenlagen, Niederschläge und die Nähe zum See sorgen für sehr unterschiedliche Weine. 

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