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Eigenschaften und Besonderheiten der Rebsorte
Negroamaro ist eine autochthone Rotweinrebe Süditaliens, die vor allem in der Region Apulien für charakterstarke, tiefdunkle Weine sorgt. Die Trauben sind mittelgroß bis groß, mit dichten, ovalen Beeren und einer dicken, fast schwarz-violetten Schale. Diese robuste Schale schützt die Beeren vor der intensiven Sonne Süditaliens und vor Austrocknung, was für die mediterrane Hitze und Trockenheit von zentraler Bedeutung ist.
Die Rebsorte bevorzugt warmes, trockenes Klima und gedeiht besonders gut auf den kalk- und lehmhaltigen Böden des Salento, der südlichen Halbinsel Apuliens. Die langen, heißen Sommer und die sanften Meereswinde sorgen für eine vollständige Reife der Trauben. Das Terroir spiegelt sich klar im Wein wider: Sandige, steinige und kalkreiche Untergründe bringen mineralische, elegante Weine hervor, während tiefgründige Lehmböden für Kraft und Fülle sorgen.
Aromatisch zeigt sich Negroamaro von seiner dunklen, würzigen Seite. Typisch sind Noten von reifen schwarzen Kirschen, Pflaumen, Brombeeren und Heidelbeeren, ergänzt durch mediterrane Kräuter, Lakritz, Veilchen, Tabak und manchmal einen Hauch Bitterschokolade oder Leder. Die Weine sind geprägt von einer kräftigen, aber reifen Tanninstruktur und einer moderaten, angenehm eingebundenen Säure. Negroamaro besitzt einen mittelkräftigen bis vollen Körper und wirkt im Glas samtig, rund und ausdrucksstark, ohne an Frische zu verlieren.
Weinbereitung und Reifung
Negroamaro wird überwiegend trocken und sortenrein ausgebaut, ist aber auch als wichtiger Bestandteil von Cuvées – etwa im berühmten Salice Salentino DOC – bekannt. Die Vinifikation erfolgt traditionell auf der Maische, um Farbe, Aroma und Struktur zu maximieren. Der Ausbau erfolgt überwiegend im Edelstahltank, um Frische und Frucht zu bewahren. Hochwertige Qualitäten reifen jedoch im großen Holzfass oder im Barrique, was zusätzliche Komplexität, Würze und zarte Vanille- und Röstnoten bringt.
Roséweine (Rosato) aus Negroamaro sind eine weitere Spezialität Süditaliens. Sie begeistern mit Frische, Frucht und einer leichten, würzigen Note.
Das Reifepotenzial der besten Negroamaro-Weine ist beachtlich: Hochwertige Exemplare können 5 bis 10 Jahre und länger lagern und gewinnen dabei an Eleganz, Tiefe und Komplexität. Die meisten Weine sind jedoch bereits jung sehr zugänglich und überzeugen mit ihrer samtigen, harmonischen Struktur.
Wichtige Weinbaugebiete
Negroamaro ist die wichtigste Rebsorte Apuliens und prägt vor allem den Süden der Region, das Salento. Besonders bedeutende Anbaugebiete sind die DOCs Salice Salentino, Brindisi, Copertino, Leverano und Squinzano. Hier entstehen sowohl kraftvolle, lagerfähige Rotweine als auch frische, aromatische Rosati.
Geschichte der Rebsorte
Negroamaro hat eine jahrtausendealte Geschichte und gilt als eine der ältesten Rebsorten Süditaliens. Bereits in der Antike wurde sie von den Griechen und später von den Römern im Salento kultiviert. Der Name leitet sich vom italienischen „negro“ und dem griechischen „mavro“ ab, was jeweils „schwarz“ bedeutet und auf die tiefdunkle Farbe der Traube verweist.
Über Jahrhunderte war Negroamaro die Grundlage für kräftige, alkoholreiche Fassweine, die in ganz Europa begehrt waren. Erst im 20. und 21. Jahrhundert begann die qualitätsorientierte Renaissance der Sorte, mit Fokus auf sortenreinen, charaktervollen Weinen und hochwertigen Cuvées. Heute ist Negroamaro ein Symbol für die Weintradition Apuliens und steht für regionale Authentizität, mediterrane Vielfalt und ein herausragendes Preis-Genuss-Verhältnis.
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