Über das Weingut
Italy – a wine country with soul, diversity, and millennia-old tradition
Italy is not only one of the oldest wine countries in the world, but also one of the most diverse. From the Alpine north to the warm south, from the Mediterranean coasts to the higher elevations of the Apennines, hardly any other country offers such a broad range of grape varieties, climates, and wine styles. With more than 20 wine regions, over 400 indigenous grape varieties, and a deeply rooted culture of enjoyment, Italy is among the world’s most important wine producers.
Diversity and millennia-old tradition
Italy is not only one of the oldest wine countries in the world, but also one of the most diverse. From the Alpine north to the warm south, from the Mediterranean coasts to the higher elevations of the Apennines, hardly any other country offers such a broad range of grape varieties, climates, and wine styles. With more than 20 wine regions, over 400 indigenous grape varieties, and a deeply rooted culture of enjoyment, Italy is among the world’s most important wine producers.
The diversity of Italian wine regions
Italy is not only one of the oldest wine countries in the world, but also one of the most diverse. From the Alpine north to the warm south, from the Mediterranean coasts to the higher elevations of the Apennines, hardly any other country offers such a broad range of grape varieties, climates, and wine styles. With more than 20 wine regions, over 400 indigenous grape varieties, and a deeply rooted culture of enjoyment, Italy is among the world’s most important wine producers.
22 Hektar auf dem Kalksteinplateau
Bis 2021 umfasste Clos Fourtet rund 19 Hektar. Eine wichtige Veränderung erfolgte mit dem Jahrgang 2022. Die Familie Cuvelier hatte bereits 2013 Château Les Grandes Murailles erworben. Nach Zustimmung des INAO wurden dessen Rebflächen ab 2022 vollständig in Clos Fourtet integriert. Seither wird kein eigener Château Les Grandes Murailles mehr erzeugt.
Damit umfasst Clos Fourtet heute rund 22 Hektar. Der Conseil des Vins de Saint-Émilion führt den Besitz mit 85 % Merlot, 10 % Cabernet Sauvignon und 5 % Cabernet Franc; das durchschnittliche Rebalter liegt bei etwa 35 Jahren.
Die Integration von Les Grandes Murailles ist auch historisch schlüssig. Dessen Weinberg liegt unmittelbar neben Clos Fourtet und gehörte ursprünglich zum selben topografischen Zusammenhang. Die weithin sichtbare Mauer des ehemaligen Dominikanerklosters bildet heute geradezu ein Wahrzeichen des gesamten Ensembles.
Wenig Erde, viel Kalk
Der wichtigste Faktor für den Charakter von Clos Fourtet liegt unter den Reben. Auf weiten Teilen des Plateaus befindet sich nur eine dünne Tonauflage über massivem Asterienkalk. An manchen Stellen beträgt die Bodentiefe lediglich rund 40 Zentimeter, an anderen erreicht sie etwa einen Meter.
Die Rebwurzeln dringen durch Risse und Spalten tief in den porösen Kalkstein ein. Dieser kann Niederschlagswasser aufnehmen und während trockener Perioden langsam wieder abgeben. Gerade in warmen Jahrgängen erweist sich das als wichtiger Vorteil.
Die geringe Bodenauflage und der Kalkstein begrenzen zugleich die natürliche Wuchskraft. Merlot entwickelt hier zwar reife Frucht und Volumen, behält aber eine Frische und straffe Textur, die sich deutlich von Weinen auf tiefgründigeren Lehm- oder Sandböden unterscheidet.
13 Hektar unterirdische Keller
Noch eindrucksvoller wird das Terroir unter der Erde. Unter Clos Fourtet befindet sich ein rund 13 Hektar großes System historischer Kalksteinbrüche, das sich bis in etwa zwölf Meter Tiefe erstreckt. Über Jahrhunderte wurde hier der Kalkstein gewonnen, aus dem Saint-Émilion und zahlreiche Gebäude der Umgebung errichtet wurden. Heute dienen Teile dieser Galerien als Fass- und Flaschenlager.
Die Bedingungen sind dafür nahezu ideal. Temperatur und Luftfeuchtigkeit bleiben über das Jahr relativ konstant, sodass die Weine ohne großen technischen Aufwand langsam reifen können. Gleichzeitig machen die Galerien unmittelbar sichtbar, auf welchem geologischen Fundament die Reben wachsen.
Merlot mit kalkiger Spannung
Merlot ist die zentrale Rebsorte von Clos Fourtet. Die aktuelle Bepflanzung besteht zu 85 % aus Merlot, 10 % Cabernet Sauvignon und 5 % Cabernet Franc. Die tatsächliche Assemblage verändert sich von Jahrgang zu Jahrgang. Beim 2022er beispielsweise lag der Merlot-Anteil bei rund 90 %, ergänzt von Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon.
Merlot liefert dunkle Frucht, Dichte und eine geschmeidige Textur. Cabernet Franc bringt florale und würzige Noten sowie zusätzliche Frische ein, Cabernet Sauvignon Struktur und Länge. Entscheidend bleibt jedoch der Kalkstein. Er gibt selbst reifem Merlot eine bemerkenswerte Straffheit. Deshalb kann Clos Fourtet kraftvoll und konzentriert sein, ohne ausschließlich über Volumen zu funktionieren.
Die Ära Cuvelier
Mit der Übernahme durch Philippe Cuvelier im Jahr 2001 begann eine umfassende Erneuerung. Ältere, wenig produktive Rebflächen wurden teilweise neu bepflanzt, die Arbeit im Weinberg stärker parzelliert und die Kellertechnik modernisiert.
Heute stehen zahlreiche Edelstahltanks unterschiedlicher Größe zur Verfügung. Damit können einzelne Parzellen separat vinifiziert und erst später für die Assemblage zusammengeführt werden.
Technischer Direktor ist Tony Ballu. Stéphane Derenoncourt begleitet Clos Fourtet seit vielen Jahren; Jean-Claude Berrouet kam später als weiterer beratender Önologe hinzu. Ihr gemeinsamer Ansatz hat insbesondere zu einer behutsameren Extraktion und einem differenzierteren Umgang mit Holz beigetragen.
Auch im Weinberg wurden die Eingriffe reduziert. Nachhaltige und biodynamisch orientierte Methoden spielen eine zunehmend wichtige Rolle. Ziel ist dabei nicht ein bestimmtes Zertifikat als Selbstzweck, sondern ein aktiveres Bodenleben und eine möglichst präzise Reaktion der Reben auf die unterschiedlichen Parzellen.
Weniger Holz, mehr Herkunft
Auch der Ausbau hat sich verändert. In früheren Jahren konnten 60 bis 80 % neue Barriques eingesetzt werden. Inzwischen liegt der Anteil meist deutlich niedriger. Der 2022er reifte beispielsweise zu 40 % in neuem Holz, zu 58 % in einmal belegten Fässern und zu 2 % in Amphoren.
Diese Entwicklung passt zur heutigen Stilistik. Clos Fourtet bleibt ein konzentrierter Rotwein, doch die Extraktion wirkt präziser, die Frucht weniger vom Holz überlagert und die salzige Seite des Kalkstein-Terroirs tritt stärker hervor.
La Closerie de Fourtet
Neben dem "Grand Vin" entsteht "La Closerie de Fourtet". Der Zweitwein wurde 1983 erstmals unter dem Namen "Domaine de Martialis" abgefüllt und erhielt 2001 seinen heutigen Namen.
Er stammt vor allem aus jüngeren Rebanlagen und wird auf eine frühere Zugänglichkeit ausgerichtet. Merlot steht auch hier im Zentrum, doch die Tannine sind weicher und der Ausbau zurückhaltender.
"La Closerie" bietet damit einen früher zugänglichen Blick auf die Handschrift des Weinguts, während die strengste Selektion dem "Premier Grand Cru Classé" vorbehalten bleibt.
Premier Grand Cru Classé seit 1955
Clos Fourtet gehörte bereits bei der ersten Klassifikation von Saint-Émilion 1955 zu den Premiers Grands Crus Classés. Auch in der aktuellen Klassifikation von 2022 wurde dieser Rang bestätigt. Die frühere Unterteilung in Premier Grand Cru Classé A und B besteht in dieser Form nicht mehr; neben den beiden als A ausgewiesenen Châteaux Figeac und Pavie werden zwölf weitere Güter, darunter Clos Fourtet, als Premiers Grands Crus Classés geführt.
Jung kann Clos Fourtet durchaus opulent erscheinen, besitzt aber genügend Säure und Tannin für eine lange Entwicklung. Mit Flaschenreife treten Tabak, Trüffel, Unterholz und mineralische Noten stärker hervor.
Damit steht Clos Fourtet für einen Bordeaux-Wein, bei dem sich Kraft und Finesse vereinen. Das historische Clos, der dünne Boden über massivem Kalkstein, die unterirdischen Steinbrüche und der hohe Merlot-Anteil ergeben einen Premier Grand Cru Classé mit einer klaren, unverwechselbaren Herkunft.
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