Über die Weinregion
Italy – a wine country with soul, diversity, and millennia-old tradition
Italy is not only one of the oldest wine countries in the world, but also one of the most diverse. From the Alpine north to the warm south, from the Mediterranean coasts to the higher elevations of the Apennines, hardly any other country offers such a broad range of grape varieties, climates, and wine styles. With more than 20 wine regions, over 400 indigenous grape varieties, and a deeply rooted culture of enjoyment, Italy is among the world’s most important wine producers.
Diversity and millennia-old tradition
Italy is not only one of the oldest wine countries in the world, but also one of the most diverse. From the Alpine north to the warm south, from the Mediterranean coasts to the higher elevations of the Apennines, hardly any other country offers such a broad range of grape varieties, climates, and wine styles. With more than 20 wine regions, over 400 indigenous grape varieties, and a deeply rooted culture of enjoyment, Italy is among the world’s most important wine producers.
The diversity of Italian wine regions
Italy is not only one of the oldest wine countries in the world, but also one of the most diverse. From the Alpine north to the warm south, from the Mediterranean coasts to the higher elevations of the Apennines, hardly any other country offers such a broad range of grape varieties, climates, and wine styles. With more than 20 wine regions, over 400 indigenous grape varieties, and a deeply rooted culture of enjoyment, Italy is among the world’s most important wine producers.
Eine Klassifikation, die sich verändert
Anders als die berühmte Klassifikation des Médoc von 1855 wird die Hierarchie von Saint-Émilion regelmäßig überprüft. Die erste Klassifikation erfolgte 1955, weitere folgten in den Jahrzehnten danach. Die bislang jüngste stammt aus dem Jahr 2022.
Diese Dynamik hat immer wieder zu Auseinandersetzungen geführt. 2012 standen mit Château Ausone, Château Cheval Blanc, Château Angélus und Château Pavie vier Güter an der Spitze als Premier Grand Cru Classé A.
Vor der Klassifikation von 2022 zogen sich mehrere prominente Châteaux aus dem Verfahren zurück. Château Ausone und Château Cheval Blanc verzichteten auf eine erneute Teilnahme, ebenso Château Angélus und Château La Gaffelière. Seit 2022 bilden Château Figeac und Château Pavie die Spitze als Premiers Grands Crus Classés A.
Die Rückzüge zeigen zugleich die Grenzen des Systems. Einige der berühmtesten und teuersten Weine Saint-Émilions stehen heute außerhalb der aktuellen Klassifikation, ohne dadurch etwas von ihrer Reputation eingebüßt zu haben.
Merlot und Cabernet Franc in Saint-Émilion
Saint-Émilion ist vor allem Merlot-Land. Die früh reifende Sorte kommt mit den ton- und kalkreichen Böden ausgezeichnet zurecht und bringt Frucht, Fülle und eine geschmeidige Textur in die Weine. Typisch sind Pflaume, Schwarzkirsche und Brombeere, ergänzt durch Gewürze und mit zunehmender Reife durch Tabak, Trüffel und erdige Noten.
Die zweite entscheidende Sorte ist Cabernet Franc. Besonders auf den Kalkböden und gut drainierten Lagen kann sie eine herausragende Qualität erreichen. Sie bringt Frische, florale Noten, Kräuterwürze und Struktur und gewinnt angesichts wärmerer Jahrgänge zunehmend an Bedeutung.
Einige der berühmtesten Weine der Region besitzen ungewöhnlich hohe Cabernet-Franc-Anteile. Château Cheval Blanc ist dafür ebenso bekannt wie Château Ausone. Auch bei Château Figeac spielt Cabernet eine deutlich größere Rolle als in den meisten anderen Saint-Émilion-Weinen.
Cabernet Sauvignon ist insgesamt weniger verbreitet als am Bordeaux rechten Ufer üblich, kann auf wärmeren Kieslagen aber ausgezeichnete Ergebnisse liefern.
Kalk, Lehm, Kies und Sand – die Terroirs von Saint-Émilion
Kaum eine große Appellation im Bordelais besitzt eine vergleichbare geologische Vielfalt. Das Zentrum bildet das Kalksteinplateau rund um den historischen Ort. Der dort verbreitete „Calcaire à Astéries“ ist ein Kalkstein mit fossilen Meeresablagerungen. Er speichert Wasser, bietet gleichzeitig gute Drainage und ermöglicht den Reben eine tiefe Durchwurzelung.
An den Rändern des Plateaus schließen sich kalk- und tonreiche Hänge an. Hier entstehen häufig besonders strukturierte und langlebige Weine. Andere Voraussetzungen herrschen weiter westlich in Richtung Libourne und Pomerol. Dort finden sich Kies- und Sandterrassen, auf denen die Weine häufig geschmeidiger und früher zugänglich ausfallen.
Hinzu kommen sandigere Ebenen und unterschiedliche Lehm-, Kalk- und Schwemmlandformationen. Diese Vielfalt erklärt, weshalb der Name Saint-Émilion keinen einheitlichen Weinstil bezeichnet. Die Bandbreite reicht von duftigen, eleganten und mineralischen Weinen bis zu kraftvollen, opulenten Bordeaux mit viel reifer Frucht.
Legendary châteaux in Bordeaux
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Saint-Émilion und seine Satelliten
Zum weiteren Weinbaugebiet gehören auch die vier sogenannten Satelliten-Appellationen Montagne-Saint-Émilion, Lussac-Saint-Émilion, Puisseguin-Saint-Émilion und Saint-Georges-Saint-Émilion. Sie liegen nördlich beziehungsweise nordöstlich der Kernappellation.
Auch hier dominieren Merlot und Cabernet Franc, häufig auf kalk- und lehmreichen Böden. Die Weine können stilistisch durchaus an Saint-Émilion erinnern, dürfen jedoch weder als Saint-Émilion noch als Saint-Émilion Grand Cru vermarktet werden.
Gerade die Satelliten können interessant sein, wenn man charaktervollen Bordeaux Wein kaufen möchte, ohne die Preise der bekannteren Châteaux der Kernappellation zu bezahlen.
FAQ Saint-Émilion
Was bedeutet Saint-Émilion Grand Cru?
Was bedeutet Saint-Émilion Grand Cru?
Saint-Émilion Grand Cru ist eine eigene Appellation mit strengeren Produktionsregeln als Saint-Émilion. Der Begriff allein bezeichnet keine Klassifikation eines Weinguts.
Was ist der Unterschied zwischen Grand Cru und Grand Cru Classé?
Was ist der Unterschied zwischen Grand Cru und Grand Cru Classé?
Grand Cru bezeichnet die Appellation. Grand Cru Classé ist dagegen eine Qualitätsstufe innerhalb der offiziellen Klassifikation von Saint-Émilion.
Welche Rebsorten dominieren in Saint-Émilion?
Welche Rebsorten dominieren in Saint-Émilion?
Merlot ist die wichtigste Sorte, gefolgt von Cabernet Franc. Cabernet Sauvignon spielt eine kleinere, in einigen berühmten Weingütern aber wichtige Rolle.
Welche Châteaux stehen an der Spitze der Klassifikation?
Welche Châteaux stehen an der Spitze der Klassifikation?
Seit 2022 sind Château Figeac und Château Pavie als Premiers Grands Crus Classés A eingestuft.
Warum sind Château Ausone und Château Cheval Blanc nicht mehr klassifiziert?
Warum sind Château Ausone und Château Cheval Blanc nicht mehr klassifiziert?
Beide Güter entschieden sich, an der Klassifikation von 2022 nicht mehr teilzunehmen. Ihre internationale Reputation und Qualität werden davon nicht berührt.
Was unterscheidet Saint-Émilion von Pomerol?
Was unterscheidet Saint-Émilion von Pomerol?
Beide Appellationen werden von Merlot und Cabernet Franc geprägt. Saint-Émilion ist jedoch wesentlich größer und geologisch vielfältiger, insbesondere durch sein ausgeprägtes Kalksteinplateau und seine Hänge.
Gehört Saint-Émilion zum UNESCO-Weltkulturerbe?
Gehört Saint-Émilion zum UNESCO-Weltkulturerbe?
Ja. Der historische Ort und die umgebende Weinlandschaft wurden 1999 als Kulturlandschaft in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
Was sind die Satelliten von Saint-Émilion?
Was sind die Satelliten von Saint-Émilion?
Montagne-Saint-Émilion, Lussac-Saint-Émilion, Puisseguin-Saint-Émilion und Saint-Georges-Saint-Émilion sind eigenständige Appellationen nördlich und nordöstlich von Saint-Émilion.
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