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Über das Weingut
Italy - A Wine Country with Soul, Diversity, and Millennia of Tradition
Italy is not only one of the oldest wine-producing countries in the world, but also one of the most diverse. From the alpine north to the hot south, from the Mediterranean coasts to the heights of the Apennines – hardly any other country offers such a range of grape varieties, climate zones and wine styles. With over 20 wine-growing regions, more than 400 autochthonous grape varieties and a deeply rooted culture of enjoyment, Italy is one of the most important wine producers worldwide.
Diversity and millennia-old tradition
Italy is not only one of the oldest wine-producing countries in the world, but also one of the most diverse. From the alpine north to the hot south, from the Mediterranean coasts to the heights of the Apennines – hardly any other country offers such a range of grape varieties, climate zones and wine styles. With over 20 wine-growing regions, more than 400 autochthonous grape varieties and a deeply rooted culture of enjoyment, Italy is one of the most important wine producers worldwide.
The Diversity of Italian Wine Regions
Italy is not only one of the oldest wine-producing countries in the world, but also one of the most diverse. From the alpine north to the hot south, from the Mediterranean coasts to the heights of the Apennines – hardly any other country offers such a range of grape varieties, climate zones and wine styles. With over 20 wine-growing regions, more than 400 autochthonous grape varieties and a deeply rooted culture of enjoyment, Italy is one of the most important wine producers worldwide.
Kies, Sand und natürliche Drainage
Die Weinberge von Château Cantemerle sind großenteils von feinen Kiesböden geprägt, die stellenweise stärker mit Sand durchsetzt sind. Die ausgezeichnete natürliche Drainage ist eine wesentliche Voraussetzung für den hohen Cabernet-Sauvignon-Anteil.
Bei der Neuanlage der Ende der 1990er-Jahre erworbenen Flächen wurden umfangreiche Bodenuntersuchungen vorgenommen und zusätzliche Entwässerungsgräben angelegt. Die Pflanzdichte beträgt dort rund 8.400 Rebstöcke pro Hektar, in anderen Parzellen bis zu 10.000.
Diese dichte Pflanzung und die nährstoffarmen Kiesböden fördern eine intensive Konkurrenz zwischen den Reben und eine tiefe Durchwurzelung. Das Resultat ist jene Kombination aus Cassisfrucht, Struktur und Frische, die den Stil von Cantemerle bestimmt.
Cabernet Sauvignon rückt ins Zentrum
Der Weinberg ist nach den vorliegenden Angaben mit rund 67 % Cabernet Sauvignon, 23 % Merlot, jeweils 5 % Cabernet Franc und Petit Verdot bepflanzt. Damit hat sich die Rebsortenstruktur über die Jahrzehnte erheblich verändert.
Besonders Cabernet Sauvignon wurde im Zuge eines langfristigen Wiederbepflanzungsprogramms gefördert. Noch 2009 lag sein Anteil bei lediglich 59 %. Cabernet Franc spielte historisch dagegen eine wesentlich größere Rolle und machte zeitweise rund 24 % des Weinbergs aus.
Der Stil von Château Cantemerle
Cantemerle gehört traditionell zu den feineren, geschmeidigeren Vertretern des Haut-Médoc. Schwarze Johannisbeere und dunkle Kirsche treffen auf Veilchen, Kräuter, Zedernholz und Grafit. Mit zunehmender Reife können Noten von Tabak, Mokka und Schokolade hinzukommen.
Am Gaumen steht weniger massive Konzentration als Harmonie im Vordergrund. Die Tannine wirken fein und seidig, die Frucht bleibt frisch und klar konturiert. Die zunehmende Dominanz des Cabernet Sauvignon hat in den vergangenen Jahren zusätzlich für Struktur und Präzision gesorgt.
Gute Jahrgänge besitzen ein überzeugendes Reifepotenzial und werden regelmäßig von internationalen Kritikern bewertet, darunter auch im Umfeld der bekannten Parker Weine.
Präzise Lese und schonende Vinifikation
Eine Besonderheit der Weinbergsarbeit ist die differenzierte Lese. Trauben von mehr als 35 Jahre alten Reben werden getrennt von den jüngeren Rebstöcken geerntet – selbst dann, wenn beide innerhalb derselben Parzelle stehen. Die Lese erfolgt dabei in zwei Durchgängen.
Auch die Assemblage wird in mehreren Schritten vorgenommen. Eine erste Cuvée aus unterschiedlichen Rebsorten und Parzellen entsteht bereits im Februar nach der Ernte. Eine zweite Assemblage folgt gegen Ende des Ausbaus. Dadurch lässt sich auch der Einfluss der verschiedenen Fässer genauer ausbalancieren.
Im Keller wird möglichst schonend gearbeitet. Auf intensives Umpumpen wird verzichtet, die Temperaturen bleiben vergleichsweise niedrig. Der Ausbau erfolgt klassisch in französischen Barriques. Ziel ist nicht maximale Extraktion, sondern jene seidige Textur und aromatische Klarheit, die den Hausstil auszeichnen.
Château Cantemerle und Les Allées de Cantemerle
Etwa 70 % der Produktion können nach den vorliegenden Angaben in den Grand Vin "Château Cantemerle" einfließen. Die endgültige Menge hängt jedoch von Qualität und Jahrgang ab.
Der Zweitwein "Les Allées de Cantemerle" macht ungefähr 30 % der Produktion aus. Er stammt zu einem großen Teil von jüngeren Reben und ausgewählten Parzellen und ist früher zugänglich als der Grand Vin, ohne die stilistische Verbindung zum Château zu verlieren. Die striktere Selektion erlaubt es zugleich, die Qualität des Grand Vin weiter zu erhöhen.
Nachhaltigkeit als langfristiges Projekt
Auch bei der Bewirtschaftung hat sich Cantemerle deutlich verändert. Seit 2010 wird nach den vorliegenden Angaben auf Pestizide verzichtet, seit 2013 auf Herbizide und seit 2018 auf spezielle Behandlungen gegen Fäulnis.
Seit 2018 ist das Château HVE-3-zertifiziert. Rund 30 Hektar werden zudem biologisch bewirtschaftet. Bodenpflege, Biodiversität und eine möglichst gezielte Behandlung einzelner Parzellen stehen im Mittelpunkt der Entwicklung.
Ein klassischer Haut-Médoc mit eigener Geschichte
Château Cantemerle besitzt innerhalb der klassifizierten Weine aus Bordeaux eine besondere Stellung. Schon die nachträgliche Aufnahme in die Klassifikation von 1855 erzählt von einem Gut, dessen Marktwert zunächst unterschätzt wurde.Heute verbindet das Château seine historischen Kieslagen mit einer zunehmend Cabernet-geprägten Rebsortenstruktur und einer präzisen, zurückhaltenden Vinifikation. Das Ergebnis ist ein klassischer Haut-Médoc, der nicht auf monumentale Kraft zielt, sondern auf Cassisfrucht, Finesse, seidiges Tannin und Balance.
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