Château L'Église-Clinet

Château L'Église-Clinet

0 productos

Château L’Église‑Clinet se sitúa entre las cimas de Pomerol: un terroir diminuto y legendario que produce vinos densos, precisos y profundos; potentes, complejos y de impresionante elegancia.


No se han encontrado productos

Château L’Église-Clinet – große Weine aus Pomerol

Château L’Église-Clinet gehört zu den begehrtesten Weingütern von Pomerol. Der kleine Familienbesitz liegt unmittelbar neben der Kirche Saint-Jean auf dem berühmten Plateau der Appellation. Denis Durantou entwickelte das Château seit den frühen 1980er-Jahren zu einer der führenden Adressen für große Weine aus Bordeaux. Seine Weine verbanden reife, intensive Frucht mit einer ungewöhnlichen Präzision und feinen Tanninen. Seit seinem Tod 2020 führt die Familie Durantou das Weingut weiter. Noémie Durantou verantwortet heute die Weinbereitung und setzt gemeinsam mit Kellermeister Olivier Gautrat die Arbeit ihres Vaters fort.

Ein Familienbesitz seit dem 19. Jahrhundert

Die Geschichte von Château L’Église-Clinet beginnt lange vor Denis Durantou. Seine Vorfahren erwarben bereits im 19. Jahrhundert Weinberge in Pomerol. 1882 wurden Parzellen von Clos L’Église und Château Clinet zu einem Besitz zusammengeführt, aus dem das heutige Weingut hervorging. Der Name verweist auf diese beiden Ursprünge und die unmittelbare Nachbarschaft zur Kirche von Pomerol.
Als Denis Durantou 1982 im Alter von 26 Jahren die Verantwortung übernahm, hatte er zunächst Wirtschaftswissenschaften in Paris studiert. Seine Entscheidung für den Weinbau sollte sich als wegweisend erweisen. Mit kompromissloser Arbeit im Weinberg und einer sehr genauen Vorstellung vom Stil seiner Weine entwickelte er L’Église-Clinet über Jahrzehnte weiter.
Seit 2020 liegt die Verantwortung bei der nächsten Generation. Noémie Durantou führt die technische Arbeit, während weitere Familienmitglieder in die Leitung eingebunden sind. Der Jahrgang 2024 zeigt bereits, wie konsequent die Familie die qualitative Ausrichtung fortsetzt. 

Alte Reben auf Lehm und Kies

Der historische Kern des Weinbergs umfasst rund 4,5 Hektar auf dem Plateau von Pomerol. Die Böden bestehen überwiegend aus tiefgründigem Lehm mit unterschiedlichen Kiesanteilen. Eisenhaltige Schichten, die für Pomerol charakteristische crasse de fer, ergänzen das geologische Profil.
Besonders wertvoll sind die alten Reben. Einige Parzellen wurden bereits 1935 bepflanzt und gehören damit zu den ältesten Beständen des Weinguts. Denis Durantou erneuerte andere Bereiche systematisch, unter anderem durch die Auswahl weniger wuchskräftiger Unterlagen und die Anpassung der Pflanzdichte.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Parzellen sind trotz der kleinen Fläche erheblich. Höher gelegene, kieshaltigere Bereiche liefern andere Strukturen als die schwereren Lehmböden. Die getrennte Bewirtschaftung und selektive Lese erlauben es, diese Eigenschaften bei der späteren Assemblage zu berücksichtigen.

Merlot und Cabernet Franc

Merlot dominiert den Weinberg, ergänzt durch Cabernet Franc. In den jüngeren Jahrgängen hat Cabernet Franc durch Neupflanzungen zusätzliche Bedeutung gewonnen. So besteht der Grand Vin 2024 aus 90 % Merlot und 10 % Cabernet Franc.
Merlot sorgt für die intensive Frucht, die geschmeidige Textur und die Tiefe des Weins. Cabernet Franc ergänzt florale Noten, Würze und Frische. Das Zusammenspiel beider Rebsorten verleiht L’Église-Clinet seine charakteristische Balance aus Konzentration und Eleganz.
Die Assemblage wird dabei nicht nach einem festen Rezept zusammengestellt. Entscheidend sind die Qualität und Eigenheiten des jeweiligen Jahrgangs. 

Denis Durantous kompromisslose Weinbergsarbeit

Denis Durantou galt als Perfektionist, der nahezu jede Rebe seines Besitzes kannte. Seine wichtigste Leistung bestand darin, die Qualität des Weinbergs systematisch zu verbessern. Dazu gehörten Neupflanzungen, die Wahl geeigneter Unterlagen, die sorgfältige Bodenbearbeitung und eine ungewöhnlich präzise Lese.
Obwohl sich die Trauben auf einer so kleinen Fläche theoretisch innerhalb eines Tages ernten ließen, erstreckte sich die Weinlese häufig über mehrere Tage. Einzelne Parzellen wurden wiederholt durchlaufen, um die Trauben im jeweils optimalen Reifezustand zu lesen.
Diese Aufmerksamkeit erklärt einen wesentlichen Teil der bemerkenswerten Konstanz des Château. Selbst in schwierigeren Jahren entstehen hier Weine, die ihre Herkunft klar erkennen lassen, ohne dass Konzentration durch übermäßige Extraktion erzwungen werden muss.

Vinifikation und Ausbau

Die Trauben werden von Hand gelesen, vollständig entrappt und sorgfältig selektiert. Die Vinifikation folgt einem traditionellen Ansatz, bei dem die Besonderheiten der einzelnen Partien erhalten bleiben sollen.
Der Ausbau erfolgt in französischen Barriques. Denis Durantou verwendete traditionell einen hohen Neuholzanteil, achtete jedoch auf eine Toastung, die den Wein nicht mit dominanten Vanillearomen überlagerte.
Auch heute bleibt neues Holz ein wichtiger Bestandteil der Vinifikation. Für den Jahrgang 2024 sind 85 % neue Barriques vorgesehen. Der Ausbau unterstützt die kräftige Struktur und das lange Reifepotenzial, ohne die dunkle Frucht und die charakteristische Würze zu verdecken. 

La Petite Église – der Zweitwein

La Petite Église wird aus gesonderten Parzellen erzeugt, die tiefer liegen und stärker von sandig-kiesigen Böden geprägt sind. Denis Durantou betrachtete diesen Wein nicht lediglich als Auffangbecken für Partien, die den Grand Vin nicht erreichten, sondern als eigenständigen Ausdruck des Terroirs.
Die betreffenden Rebflächen wurden über die Jahre neu strukturiert und teilweise neu bepflanzt. Dadurch hat sich auch die Zusammensetzung des Zweitweins verändert. Während früher Merlot allein dominierte, besteht La Petite Église 2024 aus 90 % Merlot und 10 % Cabernet Franc.
Der Wein besitzt eine geschmeidigere, früher zugängliche Frucht als der Grand Vin, kann in guten Jahrgängen aber ebenfalls beachtlich reifen. 

Ein Pomerol mit großer Reifefähigkeit

L’Église-Clinet verbindet die Tiefe großer Merlot-Weine mit einer feinen Struktur. Typisch sind Aromen von Heidelbeeren, Brombeeren, Pflaumen, Lakritz und dunkler Schokolade, begleitet von Grafit, Gewürzen und gelegentlich rauchigen Nuancen.
Am Gaumen wirkt der Wein dicht und konzentriert, gleichzeitig agil. Seine Tannine besitzen eine besondere Qualität: Sie sind kraftvoll, zugleich aber fein und geschmeidig. Die Frische sorgt dafür, dass die reife Frucht klar konturiert bleibt.
Mit zunehmender Flaschenreife entwickeln sich komplexe Noten von Trüffel, Tabak und Waldboden. Jahrgänge wie 2001, 2005, 2010 oder 2016 zeigen das außergewöhnliche Reifepotenzial des Château. Auch jüngere Weine wie 2022 und 2023 werden von internationalen Kritikern hoch eingeschätzt. 

Einer der großen Namen von Pomerol

Obwohl Pomerol keine offizielle Grand-Cru-Klassifikation besitzt, zählt Château L’Église-Clinet qualitativ zur Spitzengruppe der Appellation. Die Anerkennung durch Robert Parker und andere internationale Kritiker trug wesentlich dazu bei, den Ruf des kleinen Familienweinguts zu festigen.
Sein Rang beruht jedoch vor allem auf der Verbindung aus außergewöhnlichem Terroir, alten Reben und einer konsequenten Qualitätsphilosophie. Denis Durantou hat diese Grundlagen geschaffen. Die heutige Generation bewahrt seine Handschrift, ohne die Weiterentwicklung des Weinguts aus den Augen zu verlieren.
Château L’Église-Clinet bleibt damit eine der eigenständigsten Adressen für große Weine aus Bordeaux: Ein langlebiger Pomerol, der intensive Merlot-Frucht mit der Finesse des Cabernet Franc und einer außergewöhnlich präzisen Tanninstruktur verbindet.

vinolager Sessel

Ihr persönlicher Weinkontakt - individuell und regional

Ob seltene Jahrgänge, großformatige Flaschen oder individuelle Lagerlösungen – unser Expertenteam nimmt sich Zeit für Ihre Wünsche. Persönlich, telefonisch oder per E-Mail.

Comparar /4

Cargando...