Lombardei

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Lombardei-Weine vom Gardasee bis Valtellina – mit Cantine Scolari, Ca’ del Bosco und Bellavista. Lugana, Groppello, Franciacorta und alpinem Nebbiolo.


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Über die Weinregion

Lombardei & Gardasee – Weinregion zwischen Alpen, Seen und Charakter 

Die Lombardei gehört zu den vielfältigsten Weinregionen Italiens. Zwischen Alpen, Poebene, Gardasee, Iseosee und Lago Maggiore entstehen sehr unterschiedliche Weinstile: kühle Nebbiolo aus der Valtellina, elegante Schaumweine aus Franciacorta, Pinot Nero aus dem Oltrepò Pavese sowie frische Weiß- und Rotweine vom Gardasee.

Diese Spannweite macht die Region interessant. Ein Lugana hat stilistisch kaum etwas mit einem Valtellina Superiore gemeinsam, ein Franciacorta wiederum wenig mit einem Groppello vom Westufer des Gardasees. Gemeinsam ist vielen Weinen jedoch eine Frische, die durch Höhenlagen, Seen und kühle Nächte gefördert wird.

Rebsorten in der Lombardei 

Die Lombardei besitzt keine einzelne stilprägende Rebsorte. Vielmehr wechseln Sorten und Traditionen von Gebiet zu Gebiet. In der Valtellina dominiert Nebbiolo, der dort Chiavennasca genannt wird. Die Weine erinnern in ihrer aromatischen Struktur durchaus an Barolo, wirken aufgrund der alpinen Lage jedoch häufig schlanker, heller und kühler. 

Franciacorta setzt vor allem auf Chardonnay und Pinot Nero, ergänzt durch Pinot Bianco und zunehmend Erbamat. Im Oltrepò Pavese spielt Pinot Nero sowohl für Schaumwein als auch für stillen Rotwein eine wichtige Rolle. 

Am südlichen Gardasee steht dagegen Turbiana im Mittelpunkt. Sie ist die charakteristische Rebsorte für Lugana und liefert italienischen Weißwein mit Zitrusfrucht, Steinobst, Mandel und häufig einer salzigen Mineralität. 

Am Westufer des Gardasees sind Groppello, Marzemino, Barbera und Sangiovese wichtige rote Sorten. Gerade Groppello besitzt hier eine besondere Stellung und steht für leichte bis mittelkräftige, duftige Rotweine mit Kirsche, Kräutern und feiner Würze. 

Rotweine aus der Lombardei 

Die Rotweine der Lombardei reichen von alpiner Eleganz bis zu saftiger mediterraner Frucht. In der Valtellina wächst Nebbiolo auf extrem steilen Terrassen oberhalb des Flusses Adda. Granit, Schiefer und sandige Böden sowie große Temperaturunterschiede prägen einen Stil mit roten Beeren, getrockneten Blüten, Bergkräutern und feinen Tanninen. Im Vergleich zu Barolo sind diese Weine oft heller, weniger mächtig und stärker von Frische und Mineralität bestimmt. 

Eine Spezialität ist Sforzato oder Sfursat di Valtellina. Dafür werden die Nebbiolo-Trauben vor der Gärung getrocknet, ähnlich wie beim Amarone. Der Wein wird dadurch konzentrierter und alkoholreicher, behält aber im Idealfall die alpine Spannung der Region. 

Am Gardasee ist der Stil ein anderer. Groppello ergibt einen italienischen Rotwein mit saftiger Kirsche, roten Beeren und feiner Kräuterwürze. Die Tannine bleiben meist zurückhaltend, wodurch die Weine auch leicht gekühlt hervorragend funktionieren. 

Die Cantine Scolari zeigt diese Seite der Lombardei mit Groppello und klassischen Garda-Rosso-Cuvées besonders deutlich: unkompliziert im besten Sinne, gastronomisch vielseitig und klar von der Herkunft geprägt. 

Auch das Oltrepò Pavese bietet spannende Rotweine. Neben Pinot Nero spielen dort Croatina und Barbera wichtige Rollen. Bonarda dell’Oltrepò Pavese steht für fruchtige, würzige Rotweine, während hochwertige Pinot Nero eine deutlich feinere, burgundisch inspirierte Seite der Region zeigen können. 

Weißweine am Gardasee 

Der bekannteste Weißwein der Region ist ohne Zweifel der Lugana Wein. Das Anbaugebiet liegt am südlichen Gardasee und erstreckt sich sowohl über die Lombardei als auch über einen kleinen Teil Venetiens. Die Rebsorte heißt Turbiana und ist genetisch eng mit Verdicchio verbunden. Lokal wurde sie lange auch als Trebbiano di Lugana bezeichnet. Offiziell heißt sie Trebbiano di Soave.  

Typischer Lugana zeigt Zitrone, weißen Pfirsich, Apfel und Mandel. Gute Weine besitzen darüber hinaus eine salzige, fast steinige Struktur und können erstaunlich gut reifen. 

Die Basisweine sind trocken und frisch, während Lugana Superiore und Riserva mehr Tiefe und Textur zeigen. Zusätzlich gibt es Spumante und mit Vendemmia Tardiva auch eine süße Variante. Die Cantine Scolari steht hier für einen klaren, zugänglichen Stil: fruchtbetont, frisch und mineralisch, mit genügend Schmelz, um auch gastronomisch vielseitig einsetzbar zu sein. 

Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere Weißweinstile wie beispielsweise den Riviera del Garda Classico DOC aus Riesling und/oder Welschriesling, oder Garda DOC aus Chardonnay,Cortese, Garganega und vielen anderen möglichen Sorten. 

Trauben der Rebsorte Grenache

Franciacorta – Schaumwein aus der Lombardei 

Franciacorta am Iseosee gehört zu den renommiertesten Schaumweinregionen Italiens. Die Weine werden nach der traditionellen Flaschengärung erzeugt und bestehen hauptsächlich aus Chardonnay und Pinot Nero, ergänzt durch Pinot Bianco und Erbamat, einer autochthonen Sorte der Lombardei. 

Die Weinberge liegen auf Moränenböden, die während der Eiszeiten entstanden sind. Kies, Sand und kalkhaltiges Material sorgen für gute Drainage und fördern eine präzise Säurestruktur. Der moderne Franciacorta begann in den 1960er-Jahren mit Franco Ziliani und Guido Berlucchi. Seitdem entwickelte sich die Region zu einer der wichtigsten Adressen für hochwertigen Metodo Classico in Italien. 

Erzeuger wie Ca’ del Bosco und Bellavista haben international wesentlich dazu beigetragen, den Stil bekannt zu machen. 

Oltrepò Pavese – Pinot Nero und große Vielfalt 

Südlich des Po liegt das Oltrepò Pavese, eine der größten zusammenhängenden Weinregionen Italiens. Das Gebiet produziert nahezu alles: Rotwein, Weißwein, Rosato, Frizzante und klassischen Flaschengärungssekt. Besonders wichtig ist Pinot Nero. Die Sorte findet in den höheren, kalk- und mergelreichen Lagen kühle Bedingungen und eignet sich hervorragend für Metodo Classico. 

Daneben sind Croatina, Barbera und andere traditionelle Sorten verbreitet. Ein beträchtlicher Teil der Produktion war historisch für größere Marken bestimmt, doch zunehmend zeigen kleinere Erzeuger, welches Qualitätspotenzial die unterschiedlichen Höhenlagen besitzen. 

Terroir zwischen Alpen und Seen 

Die enorme Vielfalt der Lombardei ist vor allem geografisch bedingt. Im Norden steigen die Alpen steil an. In der Valtellina liegen die Weinberge auf Terrassen an den Talflanken und profitieren von intensiver Sonneneinstrahlung bei gleichzeitig kühlen Nächten. 

Franciacorta wird durch den Iseosee und glaziale Moränenböden geprägt. Das Oltrepò Pavese besitzt Höhenlagen mit Mergel und Kalk und ist stärker vom Apennin beeinflusst. 

Am Gardasee wirken große Wassermassen als Temperaturpuffer. Winter werden gemildert, Sommerhitze ausgeglichen und die Vegetationsperiode verlängert. Moränen, Kies, Kalk und Ton prägen dort die Böden. 

Auch der Lago Maggiore beeinflusst das Klima im Westen der Region, wenngleich die bedeutendsten Weinbaugebiete der Lombardei nicht unmittelbar an seinen Ufern konzentriert sind.

Die wichtigsten Weinbaugebiete der Lombardei 

Zu den bedeutendsten Herkunftsgebieten zählen Franciacorta DOCG für Schaumwein, Valtellina Superiore DOCG und Sforzato di Valtellina DOCG für Nebbiolo sowie das Oltrepò Pavese mit unterschiedlichen DOC- und DOCG-Weinen. 

Am Gardasee sind Lugana DOC und Riviera del Garda Classico besonders wichtig. Lugana konzentriert sich auf Turbiana, während Riviera del Garda Classico unter anderem Groppello, Marzemino, Sangiovese und Barbera nutzt. 

Damit deckt die Lombardei eine außergewöhnlich große stilistische Spannweite ab: vom leichten, duftigen Garda-Rotwein bis zum jahrzehntelang lagerfähigen Nebbiolo aus alpinen Terrassen. 

Unsere Weingüter in der Lombardei 

Die Lombardei ist von sehr unterschiedlichen Betriebstypen geprägt – vom traditionsreichen Familienbetrieb am Gardasee bis zum international bekannten Schaumweinerzeuger in Franciacorta. Üblicher als das französische „Château“ sind Bezeichnungen wie Azienda Agricola, Tenuta oder Cantina. Entscheidend für Stil und Qualität sind Herkunft, Weinbergsarbeit, Rebsortenwahl und Ausbau. 

Am Gardasee steht Cantine Scolari exemplarisch für die Verbindung von zugänglicher Frucht und regionaler Typizität. Im Mittelpunkt stehen Lugana aus Turbiana mit Zitrus, Steinobst und mineralischer Frische sowie Groppello und Garda-Classico-Cuvées mit saftiger Kirsche, feinen Kräutern und milden Tanninen. 

In Franciacorta gehören Ca’ del Bosco und Bellavista zu den bekanntesten Namen. Ca’ del Bosco steht für präzise, komplexe Metodo-Classico-Cuvées und hat wesentlich zur internationalen Wahrnehmung der Region beigetragen. Bellavista verfolgt ebenfalls einen fein gezeichneten, eleganten Stil mit Chardonnay und Pinot Nero und zählt zu den prägenden Häusern der Appellation. 

Gemeinsam zeigen diese Weingüter, wie unterschiedlich italienischer Wein aus der Lombardei ausfallen kann: vom frischen Lugana am Gardasee über duftigen Groppello bis zu anspruchsvollen Schaumweinen aus Franciacorta. 

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