Winzer von Chateau d'Issan

Château d'Issan

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Château d’Issan steht für elegante Weine aus Bordeaux aus Margaux: Cabernet und Merlot, feine Tannine, historische Tiefe und klare Herkunft.


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Über das Weingut

Château d’Issan  

Château d’Issan gehört zu den traditionsreichsten Weingütern des Médoc und ist seit 1855 als Troisième Grand Cru Classé eingestuft. Das Château liegt in der Appellation Margaux und steht für eine besonders duftige, feingliedrige Interpretation der Weine aus Bordeaux. Cabernet Sauvignon bildet das strukturelle Rückgrat, Merlot sorgt für Frucht, Geschmeidigkeit und eine seidige Mitte.Charakteristisch sind florale Noten, Cassis und dunkle Kirsche, dazu Graphit, Zedernholz und eine feine Kräuterwürze. Die Tannine wirken präzise und geschliffen, der Stil eher auf Eleganz und Länge als auf schiere Kraft ausgerichtet.

Ein Château mit mittelalterlicher Geschichte 

Die Geschichte von Château d’Issan reicht außergewöhnlich weit zurück. Das Gut gehörte bereits im Mittelalter zu den bedeutenden Besitzungen der Region und wurde damals noch als La Mothe-Cantenac bezeichnet. Überliefert ist die Geschichte, der Wein sei 1152 bei der Hochzeit von Eleonore von Aquitanien und Heinrich Plantagenet ausgeschenkt worden – historisch gesichert ist diese oft erzählte Episode allerdings nicht. 

Besser dokumentiert ist die militärische Vergangenheit des Anwesens. Nach der Niederlage der Engländer in der Schlacht von Castillon 1453 sollen sich verbliebene Truppen auf die damals befestigte Anlage zurückgezogen haben, bevor sie über den nahe gelegenen Hafen Frankreich verließen. 

Bis heute erinnert die Architektur an diese Vergangenheit: Château d’Issan ist von einem Wassergraben, Türmen und einer steinernen Umfassungsmauer aus dem Jahr 1644 umgeben und gehört damit zu den eindrucksvollsten historischen Gütern des Médoc. 

Die Familie Cruse und der Wiederaufstieg 

Die Familie Cruse kam im frühen 19. Jahrhundert als dänische Kaufmannsfamilie nach Bordeaux und erwarb Château d’Issan 1945. Einen entscheidenden Wendepunkt brachte das Jahr 1995, als Emmanuel Cruse im Alter von nur 27 Jahren die Verantwortung übernahm. Drei Jahre später wurde er Direktor des Weinguts. 

In den folgenden Jahrzehnten wurden mehr als zehn Millionen Euro in Weinberge und Keller investiert. Dazu gehörten Terroirstudien, neue Unterlagen, Entwässerungsarbeiten, die Sanierung des Gärkellers sowie neue Keller- und Betriebsgebäude. 

Ein weiterer wichtiger Schritt erfolgte 2007, als im Zuge einer Landreform rund zehn Hektar Rebfläche von der AOC Haut-Médoc in die AOC Margaux überführt wurden. Heute befindet sich Château d’Issan zu gleichen Teilen im Besitz der Familie Cruse und von Jacky Lorenzetti. 

Der Enclos als Herzstück 

Das gesamte Anwesen umfasst rund 120 Hektar, davon etwa 44 Hektar innerhalb der Appellation Margaux. Das Herzstück bildet der ummauerte Enclos direkt um das Château. Hier befinden sich die besten Parzellen des Besitzes. Die Böden bestehen überwiegend aus Kies mit unterschiedlichen Lehmanteilen. Diese Mischung sorgt einerseits für hervorragende Drainage und Wärme, andererseits für ausreichende Wasserspeicherung in trockenen Jahren. 

Cabernet Sauvignon findet auf den kiesreichen Partien ideale Bedingungen. Merlot profitiert stärker von den etwas lehmigeren Bereichen. Die ältesten Reben des Besitzes erreichen ein Alter von fast 70 Jahren. Die Pflanzdichte liegt bei rund 9.000 Rebstöcken pro Hektar. 

Cabernet Sauvignon und Merlot 

Die Rebfläche von Château d’Issan ist heute im Verhältnis von etwa 65 % Cabernet Sauvignon und 35 % Merlot bepflanzt.Damit ist die Rebsortenstruktur klarer, als es bei vielen klassischen Bordeaux-Cuvées der Fall ist. Cabernet Sauvignon sorgt für Struktur, Länge und kühle Cassisfrucht. Merlot bringt Pflaume, Kirsche und eine weichere, geschmeidigere Textur.Gerade diese klare Verbindung von Cabernet Sauvignon und Merlot trägt wesentlich zur eleganten, präzisen Handschrift des Hauses bei.

Der Stil von Château d’Issan 

Château d’Issan gehört zu den besonders duftigen Margaux-Weinen. Cassis, rote und dunkle Kirschen verbinden sich mit Veilchen, Rosen, Graphit und feiner Würze. Am Gaumen wirken die Weine eher seidig als massiv. Die Tannine sind präsent, aber fein strukturiert, die Frucht bleibt klar und frisch. Mit zunehmender Flaschenreife entwickeln sich zusätzliche Noten von Tabak, Zedernholz, Leder und Waldboden. 

Die besten Jahrgänge besitzen ein beachtliches Reifepotenzial und werden regelmäßig international hoch bewertet. Die stilistische Stärke liegt jedoch weniger in spektakulärer Konzentration als in Balance, Duftigkeit und einer typisch Margaux-geprägten Feinheit. 

Präzise Vinifikation und Ausbau 

Die Trauben werden parzellen- und terroirgerecht verarbeitet und in temperaturkontrollierten Edelstahltanks vergoren. Die Assemblage erfolgt vergleichsweise früh, meist bereits zwischen Dezember und Januar nach der Lese. Der biologische Säureabbau findet anschließend im Fass statt. Der Abstich erfolgt durch Schwerkraft, die traditionelle Klärung mit Eiweiß. 

Der Grand Vin reift rund 18 Monate in französischen Barriques. Der Anteil neuer Eiche liegt bei etwa 50 bis 55 %. Beim Zweitwein sind es ungefähr 35 %. Das Holz wird deutlich eingesetzt, soll aber die elegante Frucht und die florale Stilistik von Margaux unterstützen und nicht überdecken. 

Château d’Issan und Blason d’Issan 

Rund 55 % der Produktion gelangen in den Grand Vin "Château d’Issan". Der Zweitwein "Blason d’Issan" wurde mit dem Jahrgang 1994 eingeführt. Er stammt vor allem von jüngeren Reben unter etwa 18 Jahren und zeigt den Stil des Hauses in einer früher zugänglichen Form. 

Daneben besitzt das Gut weitere Rebflächen außerhalb von Margaux. Rund acht Hektar werden für "Le Haut-Médoc d’Issan" genutzt, außerdem entsteht mit "Le Moulin d’Issan" ein Bordeaux Supérieur. Diese Weine sind jedoch eigenständige Herkunftsweine und nicht lediglich als weitere Selektionen des Margaux Grand Vin zu verstehen. 

Ein klassischer Margaux mit eigener Handschrift 

Rund 55 % der Produktion gelangen in den Grand Vin "Château d’Issan". Der Zweitwein "Blason d’Issan" wurde mit dem Jahrgang 1994 eingeführt. Er stammt vor allem von jüngeren Reben unter etwa 18 Jahren und zeigt den Stil des Hauses in einer früher zugänglichen Form. 

Daneben besitzt das Gut weitere Rebflächen außerhalb von Margaux. Rund acht Hektar werden für "Le Haut-Médoc d’Issan" genutzt, außerdem entsteht mit "Le Moulin d’Issan" ein Bordeaux Supérieur. Diese Weine sind jedoch eigenständige Herkunftsweine und nicht lediglich als weitere Selektionen des Margaux Grand Vin zu verstehen. 

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